Swiss High End Society

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TestCD

Explosion (The High End Test Record 2)

Die Test Record 2 stellt eine knallharte, "explosive" Herausforderung an jede Wiedergabeanlage dar. Einige der Highlights wurden speziell für diese CD produziert. Sie besteht aus einem musikalischen, sowie aus einem Test-Teil mit Impulsen, wie sie noch nie auf einer Test-CD anzutreffen waren. Die Tone Bursts (Impulse) sind das Resultat eines Erfahrungsaustausches zwischen Toningenieur René Zingg von den Luzerner Soundville Recording Studios und Hans Jürg Baum, ehemaliger SOUND&vision Chefredaktor. Sie erlauben es erstmals, das Impuls- und Resonanzverhalten einer Boxen/Raum-Kombination gehörmässig zu beurteilen.
Die hier gebotenen Klangspektren sind ungemein vielfältig und reichen vom ultradynamischem Rock-Pop über fetzenden Boogie-Woogie bis hin zum filigranen Modern Jazz und luziden Gesangspartien. Einer der Hits ist ein speziell für diese CD komponiertes Synthesizerstück, das bei ersten Tests an rund 80% aller zur Wiedergabe benutzen Anlagen massive Mängel aufgedeckt hat. Dieses Stück liefert Sub-Bässe bis zu 15 Hz (!) und zeigt die qualitativen Unterschiede zwischen geschlossenen, Bassreflex- und exotischen Basssystemen deutlich auf. Bemerkenswert sind der unlimitierter Schlagzeug-Bass-Track und die Aufnahme eines Symphonic-Gongs von 2m Durchmesser, beide mit einer Dynamik und Impulsgewalt, die keine, auch noch so hoch belastbare Schwingspule kalt lässt. Demgegenüber erlaubt es eine wunderbar klare, weibliche Stimme, eine Anlage punkto Feindynamik, Klangdefinition und Klangschönheit zu beurteilen.
Doch das Wichtigste ist die Musik! Die “Explosion“ enthält keinen einzigen musikalisch mittelmässigen oder gar seichten Track, wie sie auf so vielen “audiophilen Superdiscs“ anzutreffen sind. Alle Titel wurden von erstklassigen Musikern aus aller Welt interpretiert. Ihre Musik ist geistreich und hat Niveau. Dabei zeigen auch Schweizer Künstler ihr Können.
Wichtig: Es macht unheimlichen Spass, die extrem dynamischen Musikbeispiele dieser CD mit livegerechten Schallpegeln über die Anlage donnern zu lassen. Bedenken Sie aber, dass Sie dies auf eigene Verantwortung tun, und vermeiden Sie unerwünschte Explosionen, seien es solche in Ihrer Anlage, oder bei entnervten Nachbarn . . .

Track 01 00:58
Seitenrichtigkeit, Balance und Phasenrichtigkeit
Damit überprüft man die grundlegenden Parameter Seitenrichtigkeit, Balanceeinstellung und Polung der Lautsprecher (+ und - bzw. rot und schwarz). Bei richtiger Polung der Lautsprecher steht der Sprecher exakt in der Mitte zwischen den Lautsprechern, bei falscher Polung scheint die Stimme unlokalisierbar irgendwo im Raum zu schweben. Wenn dies der Fall ist, müssen am Ende eines der beiden Lautsprecherkabel die beiden Adern vertauscht werden. Der richtigen Polung ist grösste Aufmerksamkeit zu widmen. Nicht richtig gepolte Anlagen klingen zwar auch irgendwie, aber die Bässe können sich nicht richtig entfalten und die räumliche Abbildung ist gestört. 

Track 02 04:45
"If we only knew" von Mike Wilson
Diese sehr breitbandige Aufnahme prüft eine Anlage auf ihr Impulsverhalten über den gesamten Frequenzbereich und bietet druckvolle Bässe sowie extrem obertonreiche Perkussionsinstrumente. Das Klangbild ist weiträumig und darf dennoch nicht schwimmen. Bei hifi-gerechter Lautstärke liefern potente Anlagen einen unglaublichen Druck und lassen sowohl Wände und Fensterscheiben als auch Zwerchfelle erzittern.

Track 03 04.48
"Ancient Feelings" von Mega Drums
Ein perkussives Festival! Sehr kritisch für das Impulsverhalten in der Mittellage. Die Schnelligkeit und Klangdefinition in der Mittellage entscheidet, ob der Klang stumpf und tot oder quicklebendig wirkt. Diese Aufnahme entstand im hervorragenden Theatersaal im Casino Zug. Die bekannten, extrem phasenlinearen Bruel & Kjaer Mikrofone ermöglichten diese detailgetreue Abbildung. Lautsprecher mit schlechtem Phasenverhalten verwischen die ausserordentliche Klarheit dieser Aufnahme, die über hochwertige Surround-Anlagen mit Dolby Pro Logic Decoder zusätzlich an Raum gewinnt.

Track 04 04.15

"Africa" von Vocal Contact Plus
Feine, obertonreiche Perkussionsinstrumente mit sehr natürlich aufgenommenen Chor- und Bläserpassagen prüfen die Anlage auf Klangdefinition und Verfärbungen. Zudem muss die Anlage eine ausserordentlich gute Dynamik liefern können und auch bei lauten Passagen absolut sauber klingen. Geringstes Clipping des Verstärkers oder Verzerren der Lautsprecher werden sofort hörbar. Über sehr gute Surround Anlagen auch punkto Räumlichkeit ein Erlebnis.

Track 05 03.30

"Once upon a time" von Vocal Contact Plus
Eine Explosion der Gefühle und wohl eine der bemerkenswertesten Gesangsaufnahmen überhaupt. Sollte nicht allzu laut, jedoch in hifi-gerechter Lautstärke abgehört werden. Dank Zwei-Weg-Mikrophonen und exzellenter Aufnahmetechnik kommt die Schönheit der weiblichen Solostimme, begleitet von einem Chor, voll zur Geltung. Dieser Track fühlt einer Anlage punkto Klangdefinition und Klangneutralität auf den Zahn. Sowohl in Stereo als auch in Dolby Surround ein Genuss.

Track 06 02.19

"Fasten seat belt Boogie" von Nico Brina
Boogie Woogie Atmosphäre der Sonderklasse! Benötigt eine Abhöranlage die Druck, Power und ein exzellentes Impulsverhalten bietet. Das Klangspektrum ist extrem komplex und kann auf trägen Systemen in unangenehmes Dröhnen ausarten.

Track 07 07.50

"The Songman" von CoJazz
Bietet enorm hochtonreiche, feine Glocken-, Schellen- und Triangelimpulse und stellt höchste Ansprüche an die Brillanz, Sauberkeit und Definition des Hochtöners. Ein sehr natürlich aufgenommenes Jazzensemble, bestehend aus Klavier, Bass (gezupft und sogar gestrichen) und Schlagzeug, prüft zudem die gesamte Anlage auf Sauberkeit, Transparenz und Breitbandigkeit.

Track 08 05.17

"Butt" von CoJazz
Impulsreicher Jazz mit Klavier, Bass und Schlagzeug. Die Wiedergabe muss extrem schnell, darf aber nicht hart oder gar aggressiv wirken. Eine sehr dynamische Aufnahme mit breitem Frequenzspektrum. Die hochbrisanten Schlagzeugimpulse fordern Mittel- und Hochtönern das Letzte an Impulskraft ab. In originaler Lautstärke resultiert nur dann ein positives Erlebnis, wenn die Anlage sowohl Power als auch Klangqualität liefert.

Track 09 06.29

"Mystery"von Rony Bruhin
Was hier leise, aber fundamental tief beginnt, endet in einer gigantischen Klangorgie. Diese unglaublich spektakuläre Aufnahme verlangt nach einer Anlage mit grossräumiger Projektion. Hier werden nicht nur hohe Impuls-, sondern auch sehr hohe Dauerleistungen gefordert. Aufgrund der langanhaltenden Tiefstbässe können Endstufen und die Schwingspulen der Lautsprecher ganz gehörig ins Schwitzen kommen. Warnung: Überlastungsgefahr!

Track 10 05:32
"Tulungusak" von Michael Baum
Diese Synthesizeraufnahme wurde speziell für diese CD eingespielt. Sie deckt schonungslos Schwächen von Verstärkern und Lautsprechern auf und enthält Frequenzanteile bis hinunter zu 15 Hz. Allergrösste Ansprüche werden hier an Tiefgang, Pegeltüchtigkeit und Verzerrungsfreiheit gestellt. Die meisten Röhrenverstärker müssen hier kapitulieren, da ihnen der Druck und die Genauigkeit im Ultra-Tiefstbass fehlen. Wichtig: Zuerst leise abhören und dann die Lautstärke langsam steigern.

Warnung: Kann bei höheren Pegeln zu Beschädigungen der Basschassis und zu unkontrollierten Reaktionen der Nachbarn führen.

Track 11 01:09
Symphonic-Gong, 2 Meter Durchmesser
Auch hier gilt: Zuerst leise anhören und bei hörbaren Verzerrungen die Lautstärke nicht weiter erhöhen. Kann zu Beschädigungen der Lautsprecherchassis führen. Ein gigantisches Klangspektakel! Benötigt für livegerechte Pegel extrem hohe Impulsleistungen.

Track 12 03:26

Drums plus E-Bass von DanySchnyder
Knallharte Impulse vom Tiefstbass bis zum allerhöchsten Diskant und feinste hochtonreiche Beckenimpulse decken Mängel einer Anlage sofort auf. Gefordert werden Schnelligkeit sowohl beim Ein- als auch beim Ausschwingen, Potenz über den gesamten Frequenzbereich und hervorragende Klangdefinition. Benötigt bei erhöhtem Pegel sehr hohe Verstärker-Peakleistungen. Anlagen, welche hier livegerechte Lautstärken in hoher Klangqualität erzielen können, sind eine Rarität.

 
Test-Teil 1 05:26

Track 13-20
Bass-Bandbreite
Gehörmässiges Ermitteln der unteren Grenzfrequenz einer Wiedergabeanlage mit bassstarkem Musikbeispiel. Wer bereits zwischen Track 13 und 14 einen Unterschied hört, weiss, dass seine Anlage bis unter 40 Hz geht. Wer erst bei Track 18 einen Bassabfall bemerkt, weiss, dass seine Anlage höchstens bis rund 60 Hz geht. Wer bei Track 20 immer noch keinen Unterschied zur linearen Version feststellt, hat entweder eine hifi-untüchtige oder eine defekte Anlage.

Test-Teil 2 04:50
Track 21-35
Bass-Impulsverhalten
Gehörmässiges Beurteilen der Lautsprecher/Abhörraum-Kombination durch Vergleich unterschiedlich langer Impulspakete (Tone Bursts).

Warnung: Die Abhörlautstärke der nun folgenden Tracks soll zu Beginn nur mässig sein, um kleinere Basssysteme nicht zu beschädigen. Bei hörbaren Verzerrungen der Tieftöner sollte die Lautstärke verringert, auf keinen Fall erhöht werden.
Bei exzellenten Lautsprechern in einem Raum mit kurzer Nachhalldauer sollte ein Unterschied der Impulslänge bereits bei Track 22, 27 und 32 hörbar sein. Wer erst bei den Tracks 25, 30 und 35 einen Unterschied in der Impulslänge hört, weiss, dass entweder das Impulsverhalten des Lautsprechers schlecht oder die Nachhalldauer des Raumes im Bassbereich zu lang ist.
Neben Unterschieden in der Impuls-Dauer, ist auch eine von der Raumakustik und den Lautsprechern abhängige Erhöhung der Lautstärke hörbar. Je länger der Impuls, desto lauter erscheint er. Je länger die Nachhalldauer des Raumes und je schlechter das Impulsverhalten des Lautsprechers (Einschwingzeit), umso lauter erscheinen die längeren Impulse 2-5 gegenüber dem Grundimpuls 1.

Test-Teil 3 03:55
Track 36-44
Bass-Resonanzen
Gehörmässiges Ermitteln von Raumresonanzen, Störgeräuschen und Impulsverhalten des Lautsprechers. Die folgenden Tracks dienen dazu, Raumresonanzen sowie mitschwingende Türen, Fenster, Möbelstücke, usw. zu lokalisieren und eventuelles Scheppern zu eliminieren. Weiter lässt sich das Impulsverhalten von Lautsprechern gehörmässig ermitteln. Mängel an Gehäusen und Chassis von Lautsprechern sind hier besonders leicht zu erkennen. Bei Bassreflexsystemen sollten sich die Blasgeräusche der Öffnung in Grenzen halten.